Marktschwärmerei

Wir haben in Olten einen Markt auf der Kirchgasse am Donnerstag und einen Markt beim Bifang am Samstag. Nun soll es noch einen Markt an einem weiteren Tag geben. Marktschwärmerei heisst dieser und dabei kann man per Internet Waren bestellen, zahlen und braucht sie dann nur noch in einem „2-stündigen Zeitfenster“ abzuholen. Die Lebensmittel werden wie bei den anderen Märkten durch Bauern und Hersteller aus der Region geliefert. Ich verstehe das Ganze immer noch nicht ganz. Gut, wem’s eher pressiert und wer doch marktfrische Lebensmittel will, dem kommt dieses Projekt entgegen. Wer aber wie ich gerne über den Markt geht, sich die Lebensmittel, Blumen und Setzlinge ansieht, kauft, was man in den nächsten Tagen essen möchte, dabei das eine oder andere Gespräch führt, sind die herkömmlichen Märkte richtig. Da komme ich ins Schwärmen. Das Argument, dass bei vorbestellten Waren keine oder weniger Abfälle zurückbleiben, ist nicht haltbar. Jeder und jede, die einen Garten mit Gemüse und Früchten hat weiss, dass man nicht immer alles verbrauchen und essen kann. Dann verschenkt man einiges, kocht ein, macht Kompott oder dörrt. Einiges kommt auf den Kompost und nützt dem Garten im Jahr darauf. Beide Marktformen haben ihre Berechtigung. Das wichtigste ist, dass die Lebensmittel saisonal und frisch sind und aus der nahen Umgebung stammen.

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